Fahrradfreundlicher Job

workridebalance commute

Um eine ausgewogene WorkRideBalance zu erreichen, spielen eine Menge Faktoren eine Rolle. Ein ganz wesentlicher Faktor ist der Job selbst. Welche Einflussgrößen gibt es und wie können sich diese auf die WorkRideBalance auswirken?

Berufsbild

In der Regel sollte es möglich sein, das Rad für den Arbeitsweg zu nutzen. Jedoch ist es nicht für alle Berufsbilder möglich, das Rad bspw. auf dem Weg zur Arbeit zu verwenden. Eine Tätigkeit im Außendienst, in der Beratung oder als Fernfahrer ist dafür nicht ideal. Auch mag es Einschränkungen geben in der Form, dass z.B. im Job ein bestimmter Dress-Code gefordert ist und keine Möglichkeit besteht, sich am Arbeitsplatz frischzumachen und umzuziehen.

Anbindung

Das Tolle am Radfahren ist ja, dass man überall hinkommt – unabhängig vom Auto, öffentlichen Verkehrsmitteln oder befestigten Straßen. Heutzutage sind größere Entfernungen zum Arbeitsplatz normal. Wenn ich für den einfachen Weg bereits 50 km oder mehr zurücklegen muss, ist das zwar ein tolles Training. Unterm Strich bleibt dann jedoch wenig Raum für sonstige Aktivitäten oder fürs Familienleben.

Beim Mix aus der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Fahrrad spielt die Anbindung des Arbeitsplatzes an den öffentlichen Personennahverkehr schon eine größere Rolle.

Ausstattung

Bin ich nun am Arbeitsplatz angekommen, hängt eine ganze Menge von der dortigen Infrastruktur ab. Das fängt beim sicheren Radabstellplatz an und geht weiter mit geeigneten Umkleiden und Duschen. Mein teures Rad will ich zudem nicht unbeaufsichtigt draußen im Regen stehen lassen. Nicht jeder Arbeitgeber hat dafür Verständnis, dass die Räder neben dem Schreibtisch im Büro stehen. Auch das Fehlen von Duschen kann eine Einschränkung sein.

Arbeitszeitmodell

Wir lesen eine Menge darüber, dass im Rahmen der Digitalisierung und New Work gewohnte Arbeitszeitmodelle ein Auslaufmodel sind. Dennoch behaupte ich, dass in den meisten Unternehmen feste Arbeitszeiten die Regel sind. Schauen wir uns nur den Einzelhandel an: in dieser Branche ist eine Unflexibilität bezüglich der Arbeitszeit implizit. Geht ja auch kaum anders. Die Liste an derartigen Beispielen lässt sich beliebig fortsetzen. Insofern ist das Arbeitszeitmodel bei der WorkRideBalance ein wesentlicher Faktor. Je höher die Flexibilität, desto besser lässt sich das Radleben mit dem Arbeitsleben in Einklang bringen.

Ausblick

Die obigen Punkte werde ich in einem separaten Beitrag aufgreifen und einen Entwurf wagen, wie ein idealer Job aussehen könnte, der sich ideal ins Radleben integrieren ließe.

Solltet ihr Erfahrungen und Ideen haben, freue ich mich über Kommentare.

 

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